Frauengesundheit und der #GoRedTag: Eine Herzensangelegenheit für unser Team

Gesundheit ist für uns kein abstraktes Konzept. Als Dienstleister und Arbeitgeber im Healthcare Bereich sowie als Dialogspezialist für Ärzt:innen und Apotheker:innen begleitet sie unseren Arbeitsalltag auf ganz unterschiedlichen Ebenen – fachlich wie persönlich. Dabei begegnen uns einigen Themen in Gesprächen, in Projekten und im täglichen Austausch immer wieder. Die Herzgesundheit von Frauen ist eines davon.

Fachlich nah dran: Thema Herzinsuffizienz und das HCC Dialogcenter

Ein Teil unseres Teams arbeitet im telefonischen Außendienst eng mit Ärzt:innen zusammen. Im Rahmen eines Projekts rund um Herzinsuffizienz stehen unsere Dialogspezialistinnen regelmäßig im Austausch mit medizinischen Fachpersonen. Sie stellen Fragen, hören zu und sind nah an den Herausforderungen, mit denen Patient:innen und Behandler:innen konfrontiert sind.

In diesen Gesprächen zeigt sich auch eines sehr deutlich: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein komplexes, sensibles Thema und sie betreffen Frauen ebenso wie Männer. Trotzdem wird bei Frauen häufig später reagiert, anders gefragt, anders eingeordnet.

Unsere Nähe zum Thema schärft den Blick. Und sie macht deutlich, wie wichtig Aufklärung, Sensibilisierung und Prävention sind, nicht nur im medizinischen Kontext, sondern auch im Alltag:

Je intensiver wir uns auch im Rahmen unserer betrieblichen Gesundheitsförderung mit Bewegung, Stress und mentaler Gesundheit beschäftigt haben, desto deutlicher wurde: Herzgesundheit ist kein Randthema. Sie ist eng mit dem Alltag verknüpft  und damit auch mit der Arbeitswelt.

Häufige Todesursache: Ein Thema, das ans Herz geht

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen seit Jahren zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen. Gleichzeitig halten sich in der öffentlichen Wahrnehmung hartnäckige Annahmen, dass z.B. Herzinfarkte vor allem Männer betreffen und sich immer eindeutig äußern. Die medizinische Realität ist differenzierter.

Frauen berichten häufiger über Kurzatmigkeit, Übelkeit, Rückenschmerzen, Druck- oder Engegefühle im Brustbereich oder eine ungewöhnliche, anhaltende Erschöpfung. Diese Beschwerden sind weniger eindeutig und werden daher nicht immer sofort mit dem Herzen in Verbindung gebracht – weder von den Betroffenen selbst noch im ersten medizinischen Kontakt.

Die Folge: Warnsignale werden unterschätzt, eingeordnet als Stress, Magenprobleme oder Erschöpfung. Wertvolle Zeit kann verloren gehen.

Die Menopause: Frauenspezifische Aspekte nicht aus dem Blick verlieren

Ein besonders wichtiger, rein frauenspezifischer Aspekt ist die Menopause. Bis zu den Wechseljahren wirkt das Hormon Östrogen in vielerlei Hinsicht schützend auf das Herz-Kreislauf-System, unter anderem auf Gefäßfunktion und Fettstoffwechsel.

Mit dem Absinken des Östrogenspiegels nach der Menopause verändert sich dieses Schutzprofil. In dieser Lebensphase nehmen bestimmte Risikofaktoren statistisch häufiger zu, etwa Bluthochdruck oder ungünstige Cholesterinwerte. Das Herzinfarktrisiko steigt mit zunehmendem Alter an.

Das bedeutet nicht, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen unausweichlich sind. Es bedeutet aber, dass Vorsorge, Prävention und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper gerade in dieser Phase an Bedeutung gewinnen. Viele Frauen erleben die Menopause als Zeit des Umbruchs – körperlich wie mental. Die Herzgesundheit wird dabei jedoch oft nicht mitgedacht.

Veränderungen Wahrnehmen: Aufmerksamkeit im Alltag

Ein großer Teil unseres Lebens spielt sich im Arbeitsalltag ab. Genau hier kann Gesundheitsbewusstsein gestärkt werden, nicht durch Verbote oder erhobene Zeigefinger, sondern durch Haltung und Rahmenbedingungen.

Im Büro legen wir großen Wert auf gute Arbeitsbedingungen, gegenseitiges Verständnis und einen bewussten Umgang mit Belastungen. Leistung und Engagement sind uns wichtig – genauso wie Pausen, Austausch und ein achtsamer Blick auf die eigene Gesundheit.

Der Aktionstag zur Herzgesundheit von Frauen war für uns daher kein isoliertes Ereignis, sondern eine gute Gelegenheit, dieses Bewusstsein auch sichtbar zu machen.

Prävention: ein Thema auch für die Arbeitswelt

Ein zentraler Bestandteil der Prävention ist nach wie vor einfach und gerade deshalb wirksam: regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Cholesterinwerten. Diese Untersuchungen sind unkompliziert, gut verfügbar und liefern wichtige Hinweise auf das individuelle kardiovaskuläre Risiko.

Darüber hinaus spielen Lebensstilfaktoren eine entscheidende Rolle. Bewegung, ausgewogene Ernährung, bewusster Umgang mit Stress und ausreichende Erholungsphasen wirken nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel. Prävention bedeutet dabei nicht Perfektion, sondern Kontinuität.

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Unternehmen können und sollen keine medizinische Verantwortung übernehmen. Sie können aber Rahmenbedingungen schaffen, die gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen: Bewegung im Alltag, Sensibilisierung für Stress, Offenheit für mentale Gesundheit und das Signal, dass Pausen kein Zeichen von Schwäche sind.

Als Arbeitgeber mit einem hohen Frauenanteil ist Frauengesundheit für uns kein abstraktes Konzept. Sie betrifft Kolleginnen, Teams und den gemeinsamen Arbeitsalltag. Betriebliche Gesundheitsförderung verstehen wir daher nicht als Zusatz, sondern als Teil einer verantwortungsvollen Unternehmenskultur.

Der „GoRed“ Aktionstag: bewusst einfach, bewusst gemeinsam

Anlässlich des Aktionstags haben wir uns im Team bewusst Zeit genommen. Bei einem gemeinsamen Lunch mit selbstgemachten Bowls hat jede und jeder gesunde Zutaten beigesteuert. Es ging dabei nicht um Ernährungsdogmen oder perfekte Rezepte, sondern um das Gemeinsame: bewusst essen, kurz innehalten, ins Gespräch kommen.

Die Pause selbst war Teil der Prävention. Zeit zum Runterkommen, zum Austausch, zum bewussten Unterbrechen des Arbeitsalltags. Genau solche Momente zeigen, dass Gesundheitsförderung oft in kleinen, unspektakulären Schritten beginnt – und trotzdem Wirkung entfalten kann.

Ein Thema, das bleibt: Warum wir uns weiterhin engagieren

Als Unternehmen im Healthcare Bereich sehen wir es als unsere Verantwortung, Gesundheit nicht nur fachlich zu begleiten, sondern auch im eigenen Arbeitsumfeld ernst zu nehmen. Mit einem hohen Frauenanteil im Team ist Frauengesundheit für uns kein abstraktes Schlagwort, sondern Teil unserer Realität. Herzgesundheit bei Frauen ist  kein kurzfristiges Projekt. Sie entwickelt sich über Jahre hinweg, beeinflusst von Lebensphasen, Belastungen und Entscheidungen im Alltag. Gerade deshalb lohnt es sich, früh hinzuschauen.

Vor diesem Hintergrund war für uns schnell klar, warum wir den Aktionstag zur Herzgesundheit von Frauen unterstützen. Nicht, weil ein einzelner Tag Probleme löst – sondern weil er Aufmerksamkeit schafft, Gespräche anstößt und ein Thema sichtbar macht, das oft im Hintergrund bleibt.

Aktionen wie diese verbinden medizinisches Wissen, gesellschaftliches Bewusstsein und Prävention. Sie laden dazu ein, innezuhalten, Fragen zu stellen und sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, dem eigenen Herzen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Im Alltag. Im Berufsleben. Aus Wertschätzung für die eigene Gesundheit.  

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Oder möchten Sie mehr über unser Dialogcenter und mögliche Projekte erfahren? Wir stehen Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Lisa-Marie Römer, Project Manager Dialogcenter

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